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Letzte Änderung: 02.5.2006

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Im Jahr der Spiele in Sydney wieder neue Ringe im OD

Olympische Ringe 2000

Rekonstruktion des kinetischen Objekts in der Connollystraße

Am Mittwoch, den 29.11.2000 (10.30 Uhr) wird Baureferent Horst Haffner im Auftrag von OB Christian Ude die wieder errichtete Schalenplastik der Künstlerin Ruth Kiener-Flamm ein zweites Mal einweihen. Am Mittwoch, den 29.11.2000 (10.30 Uhr) wird Baureferent Horst Haffner im Auftrag von OB Christian Ude die wieder errichtete Schalenplastik der Künstlerin Ruth Kiener-Flamm ein zweites Mal einweihen.

 

Zur Olympiade 1972 wurde - als Teil des Kunstkonzeptes für das OD - diese Plastik der 5 stehenden Acrylglas-Ringe im Fußgängerbereich der Connollystraße aufgestellt. Die ineinander stehenden Ringe (í von 1,50 m bis 4 m) lagerten auf einer gemeinsamen vertikalen Achse und drehten sich langsam, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, motorisch getrieben. Dadurch bildeten sich stets wechselnde Aspekte.

Nicht lange!

1975 erhielt Frau Kiener-Flamm, die viele Acrylglas-Objekte geschaffen hat, den Schwabinger Kunstpreis - nicht zuletzt für ihre größte Plastik im OD. Kurz darauf war das als Klettergerüst mißbrauchte Objekt jedoch so beschädigt, daß sein Motor abgestellt werden mußte. Reparaturen blieben erfolglos, die Ringe wurden bis auf kümmerliche Reste demoliert. Ruth Kiener-Flamm gab nicht auf. Sie fand erneut einen Sponsor in der WWK, der Witwen- und Waisenkasse Lebensvers. AG (der „Ur-Sponsor" war seinerzeit BMW), im Bildhauer Peter Schwenk aus Maitenbreth einen Künstler für die Realisierung, in OB Ude einen Befürworter, im Baureferat des Herrn Haffner den Koordinator für die Rekonstruktion „ diesmal aus leichten Alu-Hohlprofilen.

Ruth Kiener-Flamm verstarb in diesem Frühjahr im hohen Alter von fast 90 Jahren. Herr Schwenk hatte noch alle Details mit ihr absprechen können; die WWK zeigte sich großzügig und erhöhte ihre Spende und das Baureferat schoß aus Mitteln der Stadtbildpflege die Kosten für die Aufstellung zu. Das jetzt wesentlich leichtere kinetische Objekt ist nicht mehr nur motorisch, sondern auch von Hand zu betreiben. Wir freuen uns, daß eines unserer Kunstwerke im Dorf weiterleben kann und danken namens aller Bewohner und der wohl meist jugendlichen „Betreiber" den Lebensrettern der „Olympischen Ringe".

Aus der ODBG

Das Hauptthema der letzten Gesellschafterversammlung (GV) waren die laufenden Baumassnahmen in der Connolly- und Straßbergerstraße.

Bedauerlicherweise konnten die Aufträge nicht rechtzeitig vergeben werden, da einige der ODBG-Treuhänder eine gemeinsame Vorgehensweise weiterhin ablehnen und entsprechend gegen die Beschlüsse stimmten. Im Mai konnte dann jedoch mit 80 % der Stimmen in demokratischer Weise der Beginn der dringend notwendigen Arbeiten festgelegt werden, sodaß, wenn auch mit Verspätung, die Bauarbeiten anliefen. Es war allen Beteiligten klar, daß der Zeitplan sehr eng ist und auch das Wetter mitspielen muß, um ihn einzuhalten. Jedoch war er der Baufirma anfangs wohl nicht klar genug, da sie zeitweilig nicht mit dem nötigen Nachdruck gearbeitet hat, auch wenn vonseiten der ODBG immer wieder auf die Dringlichkeit der schnellen Fertigstellung hingewiesen wurde. Der Stand ist nun folgendermaßen:

Connollystraße: Auch wenn die Arbeiten nicht wie vorgesehen Ende September abgeschlosssen waren, so steht der Abschluß kurz bevor, da die Abdichtung mit einer aufgesprühten Polyurethan-Flüssigfolie bereits erfolgt ist. Das bis zu 25 % und auch bei Frost dehnfähige Material wurde wegen der zahlreichen Anschlüsse, Winkel, Gullys und Dehnfugen gewählt.

Straßbergerstraße: Hier sind die Arbeiten bis zur Fertigstellung der neuen Gefälle abgeschlossen, doch hat das nasskalte Wetter bisher das Aufbringen der Abdichtung verhindert. Da es sich um große Flächen handelt, die nur in größeren Teil- stücken aufgebracht werden können, ist es zwingend nötig, daß einige zusammenhängende trockene Tage zur Verfügung stehen. Kleinere Anschluß-Abdichtungen können dann auch noch bei schlechter Witterung ausgeführt werden; doch die große Fläche muß erst durchgehend abgedichtet sein. Pflasterarbeiten sind auch während der kalten Jahreszeit möglich, so daß nach erfolgter Abdichtung die Gehbereiche wieder hergestellt werden können. Die Pflanztröge, Brunnen u.a. können aber in jedem Fall erst im kommenden Jahr aufgestellt werden.

Sollte das Wetter bis zum Wintereinbruch die Aufbringung der Abdichtung nicht zulassen, so wird die Baustelle bestehen bleiben. Die Kosten für Winterabdichtung und -absicherung gehen dann aber zu Lasten der Baufirma, sodaß die Anlieger zwar noch länger mit der Belästigung leben müssten, auf uns alle aber keine Mehrkosten zukämen.

Aussichten für das kommende Jahr: Bei der nächsten GV am 11.12.2000 wird der Wirtschaftsplan behandelt. Es ist vorgesehen, auch für 2001 einen vergleichbaren Betrag wie für 2000 in den Wirtschaftsplan zur gemeinsamen Wiederherstellung der Fußgängerebene einzustellen. Die Planung für einen rechtzeitigen Beginn der Arbeiten läuft - mit Zustimmung der Mehrheit der Treuhänder - schon in diesem Jahr, in der Hoffnung, 2001 früher mit den Arbeiten beginnen zu können!

Der Ausschuss „Personal + Recht" gab noch bekannt, daß Herr Hausmann für weitere zwei Jahre als Geschäftsführer der ODBG zur Verfügung steht. Der entsprechende Vertrag ab 1.1.2001 wurde bereits unterzeichnet.

Charlie Chaplin Filmtage

27. Oktober - 1.November 2000

Jubiläumsprogramm zum 20jährigen Bestehen des KINDERKINO OLYMPIADORF im forum 2

Mit THE KID von und mit Charlie Chaplin wurde am 27.Sept. 1980 das Kinderkino Olympiadorf im forum 2 eröffnet. Seitdem gibt es im Olympiadorf ein regelmäßiges und attraktives Programm für Kinder, ergänzt mit einem Kinderfilmclub und einer Kinder-Mitmachgruppe im Alter von 8-14 Jahren.

Der weltbekannte Filmkünstler Charlie Chaplin stand am Anfang des Programms und gab dem Kinderkino Olympiadorf sein Gesicht. Ihm „ dem grossen Humanisten Chaplin „ ist das Jubiläumsprogramm gewidmet.

Gezeigt werden u.a. die Filme

  • · CIRCUS (Fr 27.10. - 14.30 h),
  • · GOLDRAUSCH (Sa 28.10. - 11 h) und
  • · MODERNE ZEITEN (Mo 30.10. - 14.30 h)
  • · SIDEWALK STORIES (Di 31.10. - 14.30h)
  • · EIN KÖNIG IN NEW YORK

(Mi 1.11. - 14.30h) (Mi 1.11. - 14.30h)

Die Programmzeitung mit ausführlichen Informationen zu den Filmen liegt im Kinderkino Olympiadorf / forum 2 aus.

MIOD

Musik im Olympischen Dorf

Kath. Kirche Frieden Christi HMR 23

Sopran und Orgel

Ann Kathrin Naidu, Sopran Elisabeth Sperer, Orgel (Bach, Dvorak, Dupré, Sutermeister)

Sonntag, 19.11.2000 - 17 Uhr

Alpenländischer Advent

„Und immer neu ist seine Botschaft" Isarwinkler Sängerinnen Riederinger Sänger Bairer Saitenmusi Chor und Spielgruppe Frieden Christi Text und Sprecher: Pfr. H. Summerer

Sonntag, 17.12.2000 - 17 Uhr

ADVENTSKRÄNZE

von Babette

Der Mittwoch-Wochenmarkt hat sich leider wegen mangelnder Kundschaft so nach und nach aufgelöst und nun im Sommer endgültig vom Olympischen Dorf verabschiedet. Babette, die von allen so geschätzte Blumenfrau hat als Letzte aufgegeben.

Aber: Babette kommt

am Mittwoch, 29.11.2000

- wie gewohnt - auf den Kirchenvorplatz

und bringt ihre wunderschönen verschiedenartigen Adventskränze mit, auch Tannenzweige und weihnachtlichen Blumenschmuck (Christsterne u.a.). Sie hat die Idee einer treuen Kundin gerne aufgegriffen und bittet darum, die Kränze unbedingt vorher zu bestellen bei:

Frau Spitzer Tel. 354 21 43 ab 20 Uhr oder EIG Tel. 35 73 22 73 - bis spätestens 19.11.00.

Advents-Betthupferl

Die Resonanz bei den Kindern war in den Vorjahren sehr groß, alle waren begeistert. Auch in diesem Jahr soll es wieder das Advents-Betthupferl geben, von der evang. und kath. Gemeinde veranstaltet. Also Kinder, im Dezember nicht vergessen:

Jeden Tag - 18.00 Uhr Advents-Betthupferl-Zeit

Wohngeldvergleich

Zum beiliegenden Extrablatt (siehe Extrablatt Okt. 00):

Ist das Wohngeld im OD und im Vergleich mit anderen Münchener Wohnanlagen zu hoch?

Eine mühsame Recherche von Einzeldaten aus allen WEGs im Dorf hat nun einen Berg von Details erbracht. Sie sind sortiert, auf einen Nenner gebracht und in Tabellen, Text und grafischen Darstellungen aufgearbeitet. Das Ergebnis zeigt dreierlei und ist - wie erwartet - nicht sensationell:

1. Die Einzelwerte sind auf den ersten Blick meist unerklärbar unterschiedlich. Sie, als Dorfbewohn-er/ Eigentümer sollten Ihre WEGs, Ihre Verwaltungsbeiräte und Verwaltungen anregen, sich darüber auszutauschen „ mit dem Ziel, üb-erall die gleiche Wirtschaftlichkeit innerhalb vergleichbarer Gebäu-debereiche zu erreichen.

2. Die Durchschnittswerte zeigen über die Jahre gesehen ein Gleichmaß mit leicht steigender Ten-denz; wobei die großen Unt-erschiede vom Flach- zum Terrassen- und weiter zum Hochhausbereich am HMR nur noch deutlicher hervortreten.

3. Der Vergleich mit Wohngebäuden außerhalb des OD schließlich macht auch in den Durchschnittswerten deutlich, daß wir im OD im Flach- wie im Terrassenhochhaus-bereich nicht teurer wohnen als anderswo auch „ trotz der kaum anderswo gebotenen Wohnqualität! Nur die Wohnkosten am HMR fallen aus dem Rahmen und zwar in allen Bereichen: Nur wegen der vielen kleinen Wohnungen? Ein Grund mehr für die Verwalter, darüber intensiv nachzudenken. Herrn Fickenscher, der all die Mühe der Ermittlung der Daten und ihre Aufbereitung für das Extrablatt auf sich genommen hat, gilt unser besonderer Dank für seine unbezahlbare (und unbezahlte ...) Arbeit.

Ramadamma

7.04 Uhr, Bayern 4 Klassik am Morgen, George Bizet, Oper Carmen, „Auf in den Kampf ..."

7.07 Uhr, Straßbergerstraße zwischen 12 und 20, Einzug der Bauarbeiter ...

Als allererstes wird der spielzeug-große Meißelbagger angeworfen, der sich sofort an einem Stück Plattenbelag zu schaffen macht. Der folgende Krach ist allerdings ausgewachsen. Wie auf jeder richtigen Baustelle fängt man mit der lautesten Arbeit an, damit die vielleicht noch schläfrige Nachbarschaft aus dem Bett findet. Zur Brotzeit gegen 9.00 Uhr wird's ja wieder ruhiger ... Als allererstes wird der spielzeug-große Meißelbagger angeworfen, der sich sofort an einem Stück Plattenbelag zu schaffen macht. Der folgende Krach ist allerdings ausgewachsen. Wie auf jeder richtigen Baustelle fängt man mit der lautesten Arbeit an, damit die vielleicht noch schläfrige Nachbarschaft aus dem Bett findet. Zur Brotzeit gegen 9.00 Uhr wird's ja wieder ruhiger ... Als allererstes wird der spielzeug-große Meißelbagger angeworfen, der sich sofort an einem Stück Plattenbelag zu schaffen macht. Der folgende Krach ist allerdings ausgewachsen. Wie auf jeder richtigen Baustelle fängt man mit der lautesten Arbeit an, damit die vielleicht noch schläfrige Nachbarschaft aus dem Bett findet. Zur Brotzeit gegen 9.00 Uhr wird's ja wieder ruhiger ...

Unüberhörbar hat die lang erwartete Sanierung der Fußgängerebene be-gonnen. Es wird offensichtlich gründlich zuwege gegangen. Gut so, diesmal soll“s ja länger als knappe 30 Jahre halten. Ein wenig Abschiedsschmerz schwingt mit, wenn die vertraute Umgebung mit jedem Tag fremder wird. Eines Abends waren die Kugelbäumchen verschwunden, die morgens wie immer auf dem Weg zur U-Bahn standen; nur noch blutende Stümpfe in den Trögen. Die roten und gelben Ziegel haben sich auch alle rumpelnd in die Schuttcontainer verabschiedet. Genau die Steine und Stufen, auf denen im Sommer 1972 z. B. die tschechoslowakischen Sportler gegangen sind, auf dem Weg ins Haus Nr. 16, wo ihre Mannschaft untergebracht war. Sichtbar wird jetzt, nachdem alles leergeräumt ist, wie wesentlich für das denkmalwürdige „Ensemble" Olympiadorf die zusammenhängende Gestaltung der Wege, Spielflächen, Stufen und Pflanzbecken, die Qualität der Bodenbeläge und Materialien, die Bepflanzung und die Beleuchtung in den Fußgängerstraßen ist.

Der bunte Brunnen, der sich vor Nr. 25 umständlich von der oberen zur unteren Gehebene schlängelte, war nach dem Winter schon gar nicht mehr aufgedreht worden. Der ist auch weg. Aber die Schlange hat kräftig Widerstand geleistet: ein Block allerbester Beton. Der Baggermeißel hatte tagelang daran zu beissen, dagegen waren die anderen Teile ein Kinderspiel. So ein kurviges und noch dazu geneigtes Teil wieder in einem Stück aus Beton zu gießen ist allerdings keines. Und die Arbeit muß gut vorbereitet sein, ein Aufmaß muß her vor dem Abriß.

Erster Akt: Zwei offensichtliche Praktikanten, durch Kleidung und Statur leicht von den anderen Bau-leuten zu unterscheiden, machen sich mit Meterstab, Stift und Papier zu schaffen. Richtig flott geht“s aber erst mal nicht voran: welche Bezugskante zum Aufmessen wählen bei der Rinne, die eine Kurve nach der anderen hinlegt, auf halber Länge umkehrt und sich gleichmäßig fallend auf dem Rückweg an sich selber schmiegt? Wie die Radien und Mittelpunkte ermitteln und dann auch noch Gefälle und Höhenunterschiede? Und die Farbstreifen der Lackierung? Die Einhaltung des rechten Winkels in der Baupraxis scheint doch gewisse Vorteile zu haben...

Nächster Tag: Diesmal echte Bauleute, auch mit Bleistift und Meterstab, jedoch zusätzlich ausgerüstet mit einigen Quadratmetern Schalungsplatten und Stichsäge. Heute ist also nicht eine Zeichnung auf Papier, sondern sind Schablonen im natürlichen Maßstab die Aufgabe. Auch nicht leicht, ebene Tafeln in das mal kurvige mal gerade, kippende Ge-rinne einzupassen, das gelingt nicht auf Anhieb: Tafel hinhalten, abgreifen, sägen, wieder hinhalten, noch-mal sägen, immer noch zu groß oder schon zu klein jetzt das Teil? Zigarette! Wie war das mit dem rechten Winkel? Die Tafeln haben den, der Brunnen eben nicht. Später ist einiges an Verschnitt zu besichtigen ...

Es geht weiter die folgenden Tage: Wie bildet man am besten eine Hohlform ab? Ausfüllen, wie beim Glockengießen halt! Die Idee überzeugt, also Trennmittel auf die Oberfläche der Rinne aufsprühen und ausschäumen mit senfgelbem Kunststoffschaum. Wenn der erhärtet ist, kann man ihn rausheben und hat wunderschöne Formen, wie halbierte Weißwürste. Soweit sogut. Nur jetzt zeigt sich, wie groß unser Brünnlein wirklich ist: da paßt ganz schön was rein! Eine Kartusche nach der anderen wird leergezischt. Und wenn ein Rinnenabschnitt gefüllt ist, kommen beschwerte Schaltafeln obendrauf, denn das klebrige Zeug geht am Anfang wie Hefeteig. Danach heißt“s Geduld haben, das Volumen des ausgefüllten Querschnitts bedingt eine längere Erhärtungszeit. Anschließend will der Hartschaum auch noch in seinem neuen Bett bleiben, die Bauleute haben ihn mit Mühe und Sägen aber doch rausgekriegt. Auf einem der Baucontainer an der Feuerwehrstraße liegen die Riesenbauklötze jetzt und warten auf ihren Einsatz.